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Mittwoch, 14. November 2018

          

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Leading Campings gut gebucht

(hr) (lc) Wettermäßig war für die Campingunternehmer das Jahr 2006 bis jetzt eine Achterbahn. Durch den langen kalten Winter bekamen die Gäste erst sehr spät Lust auf Camping, dann wurde es nach Ostern urplötzlich hochsommerlich warm, um abrupt ab Mitte Mai nass und kalt zu werden. Die typischen langen Camping-Wochenenden um Christi Himmelfahrt und Fronleichnam fielen damit buchstäblich ins Wasser, die Pfingstferien liefen zögerlich an. Und während der Juli dann wieder die Sonne in ungeahntem Maße scheinen ließ, brüskiert der August mit viel zu tiefen Temperaturen und viel zu viel Niederschlag die Camper.

Für die Leading Campings, der europaweit agierenden Arbeitsgemeinschaft selbständiger Spitzencampingplätze, fällt die Zwischenbilanz trotz der ungünstigen Bedingungen positiv aus. Insgesamt konnte ein Plus gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005 beobachtet werden. Das zeigt, dass die Gäste attraktive Freizeitmöglichkeiten auch für schlechtes Wetter honorieren – Hallenbäder, Indoor-Sport- und Spielwelten, Wellnessanlagen, Ausflugsangebote – und dass diese aufwändigen Angebote ein Stück weit die Wetterkapriolen ausgleichen.

Professioneller Service und niveauvolle Gastronomie tun ein Übriges, damit Gäste sich auch dann wohlfühlen, wenn es ihnen zu heiß, zu kalt, zu nass ist. Gleichwohl ergibt die Analyse der bis jetzt vorliegenden Daten der Leading Campings ein differenziertes Bild mit einigen interessanten Aspekten:

Deutsche reisen vermehrt im eigenen Land. Diesen Trend begründete der heiße Sommer 2003. Die Fußballweltmeisterschaft 2006, mit ihr der neue, unverkrampft fähnchenschwenkende Nationalstolz machten den Trend nun zum Massenphänomen. Auch die hohen Kraftstoffpreise im Konzert mit ausländischen Mautgebühren sorgen für Überlegungen, ob nicht auch vor der Haustür schöner Campingurlaub möglich sei. Die Deutschen füllen also mehr denn je die deutschen Campingplätze, fehlen aber definitiv in Italien und Dänemark. Obwohl die nordjütländische Jammerbucht Rekord-Wassertemperaturen von über 22 Grad meldet, machte Leading-Partner Klim Strand Camping in diesem Jahr sein Geschäft mehr mit Dänen. Denn in Dänemark gilt es neuerdings für junge wohlhabende Familien als top trendy, einen eigenen Caravan zu besitzen. An der Adria substituierten reiselustige Italiener das seltener werdende deutsche Stammpublikum. Union Lido meldet einen geringen Rückgang an deutschen Gästen, machte aber dennoch ein Belegungsplus. Ein Trend, der sich in den Dolomiten schon länger abzeichnet. Auf dem Caravan Park Sexten wird inzwischen überwiegend italienisch gesprochen.

Profitiert vom dort günstigen Kraftstoff haben Österreich und ganz besonders das mautfreie Luxembourg. Noch nie hatte Europacamping Nommerlayen so viele deutsche Gäste wie 2006. Den Spitzenreiter bei den Leading Campings macht der südlichste Platz, Camping La Marina an der spanischen Costa Blanca. Nach erheblichen Investitionen vor allem in die Gastronomie konnte hier bislang ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 erreicht werden. Traditionell ist allerdings auch das Sommerpublikum überwiegend mediterran und nicht aus Deutschland. Die Nagelprobe kommt für La Marina im Winter, wenn es seine zweite Saison als Winterfluchtdomizil für die 50-plus-Generation einläutet.

Weitere Beobachtungen: Die Niederländer, einst oftmals arrogant belächelt als Klappcaravaner, die ihren gesamten Zwei-Wochen-Vorrat mitbringen, emanzipieren sich sichtlich. Mehr und mehr größere Autos und Caravans mit NL-Kennzeichen korrespondieren mit einem gesteigerten Ausgabeverhalten vor Ort, wie bei den neuen reiselustigen Dänen sind es überwiegend Familien mit Kindern, die somit dringend erwünschten Campernachwuchs darstellen. In absoluten Zahlen immer noch gering, aber deutlich wahrnehmbar wachsend ist die Gruppe der Briten, die die Leading Campings aufsucht. Durch den günstigen Umtauschkurs von Pfund in Euro beflügelt, erscheint vielen dieser Gäste billig, was für Kontinentaleuropäer eher hochpreisig wirkt. Folglich lassen die Gäste von der Insel gern und häufig Geld in Shops und Restaurants. Italiener, vornehmlich in gemieteten Reisemobilen, haben den Norden entdeckt. Es sind nicht mehr nur einzelne Abenteurer, sondern inzwischen ganze Konvois, die zur niederländischen Nordseeküste, lieber noch über Dänemark und Schweden bis zum Nordkapp hinauf vagabundieren. Auch diese recht neue Gästegruppe füllt Lücken, die die ausbleibenden Reiseweltmeister aus Deutschland im Ausland hinterlassen.

Die Marketinggemeinschaft der Leading Campings besteht aus 29 Mitgliedesplätzen zwischen Schweden und Südspanien. Die Gruppe realisiert rund 7,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr.

Infos im Internet:
www.leading-camping.com


21.08.06

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